Ice Ice Baby

Oktober 2017

Balken. Viele Balken.

Holz, Altholz, verbranntes Holz, neues Holz, wurmiges Holz:
tolles Holz – was sichtbar bleiben soll.

Da wartet viel Schleifarbeit auf uns, oder? Kann man sich diese etwas erleichtern?
Kann man!

Die Antwort lautet Trockeneisstrahlen.

Heute war der Ice-Mann zum Probestrahlen zu Besuch auf der Baustelle. Wir sind vom Ergebnis begeistert. Nächste Woche geht es den Deckenbalken und Bundwänden an die Substanz.

Auf den Bildern sieht man Vorher und Nachher. Gut, oder?

Was sagt Wikipedia zum Trockeneis?

Trockeneis ist elektrisch nicht leitend, chemisch inert, ungiftig und nicht brennbar. Im Gegensatz zu anderen Strahlmitteln geht Trockeneis bei Umgebungsdruck ohne Verflüssigung direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über – es sublimiert.

Zum Reinigen werden die Trockeneispartikel beispielsweise mit 5000 Litern Luft pro Minute beschleunigt und treffen mit Schallgeschwindigkeit auf das zu reinigende Material. Dadurch wird die zu entfernende Schicht lokal unterkühlt und versprödet. Nachfolgende Trockeneispartikel dringen in die Sprödrisse ein und sublimieren beim Auftreffen schlagartig. Das Kohlenstoffdioxid wird gasförmig und vergrößert dabei sein Volumen um etwa das 700- bis 1000-fache. Dabei sprengt es den Schmutz von der Oberfläche ab.

Die Vorteile dieses minimal-abrasiven und nicht korrosiven Verfahrens liegen in der geringen Schädigung des zu reinigenden Materials sowie in der Tatsache, dass nach der Bearbeitung kein Reinigungsmedium zur Entsorgung zurückbleibt, da sich das CO2 gasförmig in der Umgebungsluft verflüchtigt. Da Trockeneis relativ weich ist, werden viele Oberflächen nicht beschädigt.

Hier das Ergebnis in Bildern:

Vorher:


Nacher:


Das Eis prallt auf die Oberfläche und verdampft. Durch diesen Aufprall löst sich der Schmutz und lose Partikel aus dem Holz fliegen sprichwörtlich für immer davon. Ähnlich wie beim Sandstrahlen, nur ohne die Verschmutzung des ganzen Strahlguts. Das Eis hinterlässt eine etwas unenbene Fläche und stellt die Holzfasern auf. Um einen letzten Feinschliff kommt man nicht drum herum, aber es ist insgesamt eine absolute Arbeitserleichterung und damit „Daumen hoch“!

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